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Was Hänschen nicht lernt...
Geschrieben von Sandra Therwer   
 Warum fällt es uns bloß so schwer, unsere ungesunden Ernährungsgewohnheiten zu ändern? Ist es wirklich so schwierig, mehr Obst und Gemüse und weniger Tütensuppen zu essen? Oder sind wir nur zu bequem, um Kartoffeln zu schälen und Salat zu waschen?
 
Der Mensch ist von Natur aus ein Gewohnheitstier. Nicht umsonst heißt es in einem Sprichwort „Was der Bauer nicht kennt, isst er nicht“. Wenn Sie etwas ganz neues ausprobieren, zum Beispiel eine tropische Frucht, ist dies zunächst ein Abenteuer. Am besten schmecken uns meist Gerichte, die wir bereits als Kinder gerne gegessen haben. Das ist kein Wunder, denn unsere Ernährungsgewohnheiten werden schon im frühen Kindesalter geprägt. Was ein Kind häufig isst, hat große Chancen, auf Dauer zum Favoriten zu werden. Gibt es also im Kindesalter Möhren aus der Dose und Kartoffelbrei aus der Packung, sind die Chancen groß, dass das Kind diese Lebensmittel auch im Erwachsenenalter  den frischen Möhren und dem selbst gemachten Kartoffelbrei vorziehen wird. Wenn der Geschmack erst einmal geprägt ist, nutzt auch das Wissen, dass die frischen Lebensmittel gesünder sind, nichts mehr. Denn was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr. Es ist also wichtig, dass Sie Ihre Kinder von klein auf an möglichst „gesunde“ Kost gewöhnen. Dazu gehört vor allem Selbstgekochtes. Denn Kinder, die immer nur „Dosenfutter“ bekommen, werden auch später ungesunde Fertigkost bevorzugen.

Ihre eigenen Gewohnheiten können Sie nur mit viel Disziplin und Ausdauer ändern. Die Gewohnheiten Ihrer Kinder können Sie jedoch direkt prägen. Achten Sie daher darauf, Ihren Kindern gesunde Essgewohnheiten mit auf den Lebensweg zu geben. Machen Sie sich die Mühe, Kartoffelbrei und Gemüse frisch zuzubereiten – es lohnt sich!
Letzte Aktualisierung ( 13.06.2007 )
 
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