| Sind Konserven besser als ihr Ruf? |
| Geschrieben von Sandra Therwer | |
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Konservengemüse wird im Vergleich zum haushaltsüblichen Garen stark und lange erhitzt, nahezu sterilisiert. Bei Gemüse wie Möhren geht dadurch etwa die Hälfte der Vitamine verloren. Doch Konserviertes kann auch Vorteile haben. Manche gesunden Inhaltsstoffe vertragen Hitze nämlich äußerst gut. So werden zum Beispiel die Karotinoide aus Tomaten vom Körper wesentlich besser aufgenommen, wenn die Tomaten erhitzt wurden, als aus den rohen Früchten. Wissenschaftler vermuten, dass diese Karotinoide vor Krebs- und Herz-Kreislauferkrankungen schützen können. Dosentomaten und Tomatensaucen sind also zumindest in diesem Punkt „gesünder“ als frische Tomaten. Andere Konserven haben vor allem praktische Vorteile: Linsen und Bohnen aus der Dose müssen nicht stundenlang weich gekocht und Sauerkraut und Rotkohl aus der Konserve oder dem Glas nicht aufwendig zubereitet werden. Diese Gemüsesorten würden wahrscheinlich nicht halb so häufig auf den Tisch kommen, wenn Sie sie selbst zubereiten müssten. Das wäre schade, denn sie enthalten eine Menge gesunder sekundärer Pflanzenstoffe – auch noch in konservierter Form. Eins sollten Sie jedoch beachten, wenn Sie Konserven zubereiten: Verwenden Sie die Aufgussflüssigkeit auf jeden Fall mit, denn sie enthält eine Reihe wertvoller sekundärer Pflanzenstoffe, Vitamine und Mineralstoffe, die aus dem Gemüse in die Flüssigkeit übergegangen sind. Alles in allem: Konserviertes ist auf jeden Fall besser, als gar kein Gemüse. Frisches ist zwar fast immer die bessere Wahl, aber eben nur fast. Vor allem bei Tomaten, Hülsenfrüchten und Sauerkraut lohnt es sich auch mal zur Konserve zu greifen. |
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| Letzte Aktualisierung ( 16.05.2007 ) |
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