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Über Geschmack lässt sich nicht streiten |
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Geschrieben von Sandra Therwer
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 Was wir schmecken ist individuell unterschiedlich. Dr. Maik Behrens, Wissenschaftler am Deutschen Institut für Ernährungsforschung (DIfE) Potsdam-Rehbrücke, berichtet, dass es 25 Rezeptorgene in über 100 verschiedenen Varianten in den menschlichen Geschmackszellen gibt. Diese sind unter den Menschen unterschiedlich verteilt. Der Bitterrezeptor für PTC, eine Testsubstanz, die einem in Kohlgemüse enthaltenen Bitterstoff sehr ähnlich ist, fehlt etwa 50 Prozent der Bevölkerung. Die Hälfte der Menschen sind sogenannte "PTC-Schmecker", bei ihnen löst dieser Stoff den maximalen Bittergeschmack aus. Die übrigen 50 Prozent können PTC nur sehr schwach wahrnehmen. Wie Behrens berichtet, wird vermutet, dass PTC-Schmecker in Gegenden mit unzureichender Jodversorgung einen Vorteil haben. Denn sie essen weniger Kohlgemüse, nehmen dadurch weniger kropffördernde Substanzen auf und haben in Folge ein niedrigeres Risiko für Schilddrüsenerkrankungen. In Gegenden mit ausreichender Jodversorgung hingegen sind die PTC-Schmecker gesundheitlich im Nachteil, wenn sie durch die starke Wahrnehmung von Bitterstoffen generell weniger Gemüse essen. Mehr dazu im aid-Presseinfo vom 4.10.2006.
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Letzte Aktualisierung ( 25.01.2007 )
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