| Unsere Böden sind nicht nährstoffarm |
| Geschrieben von Sandra Therwer | |
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Die Behauptung, unsere Böden seien nährstoffärmer geworden und somit auch alle pflanzlichen Lebensmittel, ist bisher nicht bewiesen. Unabhängige Experten schätzen den Nährstoffgehalt unserer Böden heute sogar höher ein als früher. Den Vitamin- und Mineralstoffgehalt unserer pflanzlichen Lebensmittel beurteilen sie als unverändert. Die deutsche Gesellschaft für Ernährung schreibt in einer Stellungnahme: "Noch nie war das Angebot an qualitativ guten Lebensmitteln so reichhaltig und ganzjährig verfügbar. Sich ausreichend, abwechslungsreich und vollwertig zu ernähren, ist heute einfacher und preiswerter möglich als früher." Vertreter der Theorie, unsere Lebensmittel seien nährstoffärmer als früher, stützen sich häufig auf den Vergleich von Daten aus alten und neuen Nährwerttabellen. Dabei werden teilweise Apfelkerne mit ganzen Äpfeln verglichen. Vergleicht man zum Beispiel den Gehalt an Carotin in Möhren, findet man in den älteren Tabellen immer höhere Werte. Jedoch nicht weil damals mehr Carotin in den Möhren enthalten war, sondern weil im Gegensatz zu heute der Gesamtgehalt an Carotinoiden angegeben wurde. In aktuellen Tabellen finden Sie aber nur noch die Werte eines bestimmten Carotins, nämlich Beta-Carotin. Logisch, dass dadurch der "Carotingehalt" in der neuen Möhre niedriger ist als in der alten. Da Beta-Carotin nur ein Teil des Gesamt-Carotins ist, so wie auch der Apfelkern nur Teil des Apfels ist, ist der Beta-Carotingehalt in einem Lebensmittel naturgemäß niedriger als der Gesamt-Carotingehalt des Lebensmittels. Fazit: Lassen Sie sich von der Behauptung, unsere Lebensmittel seien nährstoffärmer geworden nicht überzeugen. Es gibt keinen wissenschaftlich begründeten Anlass, den Nährstoffreichtum unserer Lebensmittel in Frage zu stellen. Und demnach auch keinen Grund vorsorglich Vitamin- und Mineralstoffpräparate einzunehmen. |
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| Letzte Aktualisierung ( 18.09.2006 ) |
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