| Geschmack aus der Fabrik |
| Geschrieben von Sandra Therwer | |
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Ohne sie gäbe es keine Fertiggerichte, keine Dosensuppen, keine Nussjoghurts und auch keine Fruchtbonbons. Die Rede ist von zugesetzten Aromen. Ohne diese Aromastoffe würden uns die industriell hergestellten Lebensmittel alle nicht schmecken. Doch wer denkt, Aroma, das nach Himbeeren schmeckt, stamme aus Himbeeren, der irrt sich gewaltig.
Eine einfache Überlegung macht uns klar, dass dies unrealistisch ist: Es wäre einfacher und billiger gleich die Himbeeren zu verwenden, als ihr empfindliches Aroma zu extrahieren. Doch auch Himbeeren sind viel zu teuer. Wenn Sie schon einmal selbst Himbeerjoghurt zubereitet haben, wissen Sie, dass man eine ganze Menge Himbeeren benötigt, um einem Becher Naturjoghurt tatsächlich Himbeergeschmack zu verleihen. Bedeutend billiger sind Aromen, die synthetisch oder aus billigeren Rohstoffen hergestellt werden.Unterschieden wird in der Aromaherstellung grundsätzlich zwischen natürlichen, naturidentischen und künstlichen Aromen. Doch auch die natürlichen Aromen stammen nicht immer – wie ihr Name vermuten lässt - aus der entsprechenden Frucht. Sie werden meistens aus anderen billigeren natürlichen Rohstoffen gewonnen oder mit Hilfe von Schimmelpilzen und Bakterien synthetisiert. Ein natürliches Aroma, das nach Himbeeren schmeckt, wird zum Beispiel aus Zedernholzöl gewonnen. Andere natürliche Aromastoffe, die nach Pfirsich, Nuß oder Apfel schmecken, werden mit Hilfe von Schimmelpilzen erzeugt. Naturidentische Aromen werden synthetisch hergestellt. Es handelt sich dabei um im Labor nachgebaute Substanzen, die in der Natur vorkommen. Hierbei ist es jedoch nicht zwingend notwendig, dass diese Substanzen auch tatsächlich in dem Aroma vorkommen, das nachgeahmt wird. Es reicht, wenn diese Substanzen irgendwo in der Natur entdeckt worden sind. Künstliche Aromen sind chemisch hergestellte Aromen, die keinerlei Bezug zu in der Natur vorkommenden Stoffen haben. Doch das sind alles alte Hüte. Zu den neueren Errungenschaften zählen Raucharomen, die dem Metzger das Räuchern sparen, und Reaktionsaromen, die Geschmackseindrücke nachempfinden, die gewöhnlich beim Braten, Backen oder Grillen entstehen. Ohne sie wäre es nicht möglich, vegetarischen Produkten das Aroma von gebratenem Fleisch zu verleihen. Guten Appetit! |
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| Letzte Aktualisierung ( 25.01.2007 ) |
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Eine einfache Überlegung macht uns klar, dass dies unrealistisch ist: Es wäre einfacher und billiger gleich die Himbeeren zu verwenden, als ihr empfindliches Aroma zu extrahieren. Doch auch Himbeeren sind viel zu teuer. Wenn Sie schon einmal selbst Himbeerjoghurt zubereitet haben, wissen Sie, dass man eine ganze Menge Himbeeren benötigt, um einem Becher Naturjoghurt tatsächlich Himbeergeschmack zu verleihen. Bedeutend billiger sind Aromen, die synthetisch oder aus billigeren Rohstoffen hergestellt werden.