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EU-Verordnung über nährwert- und gesundheitsbezogene Angaben auf Lebensmitteln
Geschrieben von Sandra Therwer   
 „Reich an Vitamin C“, „Stärkt die Abwehrkräfte“, "Fördert die Gesundheit", - das sind Angaben, die Verbraucher immer häufiger auf Lebensmitteln finden. Ab dem 1. Juli 2007 werden sich die gesetzlichen Regelungen zur Verwendung solcher Angaben ändern. Dann tritt die EU-Verordnung über nährwert- und gesundheitsbezogene Angaben auf Lebensmitteln in Kraft. Lebensmittelhersteller dürfen solche Angaben dann nur noch verwenden, wenn sie auf einer Positivliste der EU aufgeführt sind und wenn das Lebensmittel einem vorgegebenen Nährwertprofil entspricht. Fragen und Antworten zu nährwert- und gesundheitsbezogenen Angaben auf Lebensmitteln sowie zu Nährwertprofilen finden Sie auf den Internetseiten des Bundesinstitutes für Risikobewertung und der EU-Kommission (engl.).
Letzte Aktualisierung ( 24.05.2007 )
 
Übergewicht durch Darmbakterien?
Geschrieben von Sandra Therwer   
Ob jemand ein guter oder ein schlechter Futterverwerter ist, hängt anscheinend auch von der Zusammensetzung seiner Darmflora ab. Zu diesem Ergebnis kamen jedenfalls Forscher der Washington Universität in St. Louis, Missouri. Nachdem sie festgestellt hatten, dass dicke Maüse eine andere Darmflora aufweisen als normalgewichtige Tiere, untersuchten sie auch die Darmflora von Menschen. Sie fanden heraus, dass übergewichtige Menschen in ihrem Darm eine höhere Anzahl zweier Bakterienstämme besitzen als normalgewichtige Menschen. Diese Bakterienstämme verwerten Ballaststoffe besonders gut, was dazu führt, dass der Körper mehr Körperfett aufbaut. Eine genauere Beschreibung des Experiment finden Sie im aid-Presseinfo, mehr zum Thema guter und schlechter Futterverwerter im Artikel "Essen Dicke mehr als Dünne? ".
Letzte Aktualisierung ( 19.04.2007 )
 
Vitamintabletten verkürzen Lebenszeit
Geschrieben von Sandra Therwer   
 Menschen, die regelmäßig Tabletten mit Vitamin A, Vitamin E oder Beta-Karotin schlucken, haben eine um etwa fünf Prozent verkürzte Lebenserwartung. Zu diesem Ergebnis kommt eine neue Bewertung von 47 aussagekräftigen, klinischen Studien mit mehr als 180.000 Teilnehmern. Es macht dabei keinen Unterschied, ob die Vitamine einzeln oder kombiniert eingenommen werden. Wie diese negative Wirkung der Vitamintabletten zustande kommt, ist noch nicht geklärt. Dass Vitamintabletten schädlich sein können, ist allerdings nichts Neues. Warum grundsätzlich von der Einnahme von Vitamintabletten abzuraten ist, erfahren Sie im Artikel "Vorsicht bei Kapseln und Co ".
Letzte Aktualisierung ( 15.03.2007 )
 
Ernährungsforschung abhängig von Geldgeber
Geschrieben von Sandra Therwer   
Die Süddeutsche Zeitung berichtete, dass Forschungsergebnisse auffällig oft zugunsten des Sponsors ausfallen, wenn Ernährungswissenschaftler Geld von einer Lebensmittelfirma erhalten. Sie beruft sich dabei auf eine aktuelle Veröffentlichung in der Zeitschrift PloS Medicine. Gemeinsam mit anderen Forschern hat Lenard Lesser vom Children's Hospital in Boston 206 wissenschaftliche Artikel aus den Jahren 1999 bis 2003 ausgewertet, die sich alle mit der Gesundheitswirkung von Limonade, Fruchtsaft oder Milch beschäftigen. Solche Studien, die von einer Firma allein finanziert wurden, fielen bis zu achtmal häufiger zu Gunsten des untersuchten Getränkes aus als Studien ohne industrielle Unterstützung. Um die Unabhängigkeit eines Studienergebnisses beurteilen zu können, ist es demnach immer wichtig zu wissen, von wem die Studie bezahlt worden ist. Allerdings ist es auch schwierig die industriell finanzierte Forschung pauschal zu verurteilen, da viele Studien nur mit industrieller Unterstützung möglich sind.
Letzte Aktualisierung ( 07.02.2007 )
 
Lebensmittelkennzeichnung - rot, gelb, grün - in der Kritik
Geschrieben von Sandra Therwer   
 Die britische Lebensmittelbehörde Food Standard Agency (FSA) hat eine neue Kennzeichnung für Lebensmittel eingeführt, die dem Verbraucher zeigen soll, welche Lebensmittel gut für ihn sind. Das neue Kennzeichnungssystem ist ganz einfach einer Ampel angeglichen. Rote, gelbe oder grüne Punkte weisen auf einen hohen, mittleren oder niedrigen Gehalt an Fett, gesättigten Fettsäuren, Zucker oder Salz in den gekennzeichneten Lebensmitteln hin. Das im Januar 2007 eingeführte Ampelsystem ist zunächst freiwillig. Viele Hersteller wehren sich jedoch gegen diese Kennzeichnung. Auch die deutsche Lebensmittelwirtschaft hat sich bereits klar gegen die Einführung einer solchen Kennzeichnung geäußert.
In der Tat ist eine Pauschalbewertung einzelner Lebensmittel auch bei Ernährungsexperten umstritten. Schließlich ernähren Sie sich nicht gleich schlecht, wenn Sie sich ein Stück Sahnetorte oder eine Portion Pommes Frites gönnen. Mehr zum Thema lesen Sie auf der Seite des aid-infodienstes. Die Präsentation verschiedener Kennzeichnungssysteme finden Sie hier.
Letzte Aktualisierung ( 25.01.2007 )
 
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